Schädlingsbekämpfung

 

  • Vorratsschädlinge wie z.B. Käfer, Motten und Milben, die Lebensmittel und Futtervorräte befallen.
  • Hygiene- und Gesundheitsschädlinge wie z.B Fliegen, Wanzen, Zecken, Schaben sowie Ratten und Mäuse, die eine Gefahr von gesundheitlichen Schäden für Mensch und Tier darstellen. Sie übertragen entweder Krankheitserreger auf Mensch und Tier oder deren Ausscheidungen enthalten Allergene, welche beim Menschen Allergien hervorrufen können.
  • Materialschädlinge wie z.B. Silberfische, Pelz- und Teppichkäfer oder Textilmotten, die Schäden an Pelzen, Teppichen und Wollwaren verursachen.
  • Lästlinge wie z.B. Asseln, Spinnen oder Ohrwürmer
  • Taubenabwehr durch Montage wirksamer Abwehrsysteme, wie Edelstahl-Spikes, Spanndrahtsysteme und Netzmontagen

Larve Holzwurm

Wichtig:

Bevor eine Bekämpfung gegen die o.a. Schädlinge beginnt, findet eine intensive Befallskontrolle mit anschließender Beratung statt. Der Mitteleinsatz und die daraus resultierenden Maßnahmen werden nur in Absprache mit Ihnen durchgeführt. Es kommen nur Präparate, die amtlich geprüft und zugelassen sind und biologische Mittel, die keine Gefahr für Natur und Umwelt darstellen, zum Einsatz. Sie können sich auf unsere IHK-geprüften Schädlingsbekämpfer verlassen.

Schädlinge

Materialschädlinge

Darunter verstehen wir vornehmlich Insekten, die Materialien pflanzlicher oder tierischer Herkunft schädigen können. Nicht aufgeführt sind hier jedoch Insekten, die in den Bereich des Holzschutzes fallen. Materialschädlinge befallen häufig hochsertige Güter wie Pelze, Teppiche, Wollwaren, Bücher etc. Selbst bei zahlenmäßig geringem Befall können erhebliche Verluste festgestellt werden, z.B. durch die Kleidermotte, den Pelzkäfer und den Teppichkäfer. In Wohnungen werden diese Schädlinge oft erst zu spät erkannt. Dies gilt ebenso für die Bedeutung der Schadwirkung.

Marder

marder

 

Aussehen:

  • Der Steinmarder (auch Hausmarder) ist ein Raubtier von etwa 70 cm Gesamtlänge
  • graubraunes Fell und weisser Kehlfleck, welcher gegabelt ist und bis zur Mitte der inneren Vorderläufe reicht
  • Die Fussballen sind schwach behaart und der Nasenspiegel fleischfarben.
  • Gewicht: 1.200-1.800 g
  • Kopf- Rumpf-Länge: 40-50 cm

Schwanzlänge:

  • 20 – 30 cm

Vorkommen:

  • Beheimatet ist er in Mittel- und Südeuropa, Klein- und Mittelasien und Nordindien bis zur Mongolei.
  • Er lebt häufig, aber oft unbemerkt, in Dörfern und Städten.
  • Unterschlupf bieten Dachböden, Gartenhäuser, Schuppen und Scheunen.
  • Seine Territorien markiert er durch Duftmarken.
  • vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, territorial, Einzelgänger

Lebensraum:

  • Kulturfolger, häufig im menschlichen Siedlungsbereich, aber auch in Wald und Feld verbreitet, meidet deckungsfreie Gebiete

Nahrung:

  • Er lebt von Ratten, Mäusen, Wildkaninchen, Haustauben und weiteren Tieren, die er erbeuten kann.
  • Er nimmt aber auch Beeren und Früchte zu sich.

Lebensweise:

  • Auffällig viel Lärm erzeugen die Jungmarder.
  • Im April geboren, beginnen sie ab Ende Mai/Juni mit ihren Jagd- und Kampfspielen, die eine ganze Nacht andauern können.
  • Im April/Mai werden bis 5 Junge geboren.
  • Anzahl Junge: 1 – 5, im Mittel 3

Paarungszeit:

  • Juni-August

Gefleckter Pelzkäfer (attagenus pellio)

Aussehen:

  • 4,0-5,5 mm groß, dunkelbraun bis schwarz,
  • Halsschild und Flügeldecke mit weißem Haarflecken Larven ca. 5 mm lang, gekrümmt, mit braunen, glänzenden Haaren bedeckt,
  • am Hinterende lange, braune Haare

Vorkommen und Lebensweise:

  • in Gebäuden an Textilien, Materialien aus Haaren, Federn, Fellen, (Keratinverdauer)
  • im Freien in Vogelnestern, Nestern von Kleinsäugern, im Dachboden in Taubennestern,
  • in verwahrlosten Wohnungen ursprünglich zur Leichenfauna gehörig, auch an pflanzlichem Material (Füllmaterial im Fehlbodenbereich)

Biologie:

  • Eiablage an das Nährsubstrat, Eientwicklung ca. 10 Tage
  • Larvenentwicklung dauert einige Monate Puppenruhe ca. 3 Wochen
  • Junglarven kriechen lebhaft und ruckweise – bei Störung bleiben sie leblos

 

Haupschlupfzeit:

  • April bis Juni

Gemeiner Speckkäfer (dermestes lardarius)

Aussehen:

  • 7-10 mm groß, länglich oval,
  • Flügeldecke mit einer gelb-grau behaarten Querbinde,
  • hintere Flügeldecke schwarz behaart Fühler mit dreigliedriger Keule

 

Vorkommen und Lebensweise:

  • vertilgen Aas, entwickeln sich vorwiegend in Fleisch, Rohhäuten und toten Tieren
  • häufig im Nistbereich von Tauben
  • können Jungtiere von Hühnern und Tauben töten, indem sie sich in die Körper einbohren

 

Biologie:

  • weiße, längliche Eier werden in das Nährsubstrat gelegt und schlüpfen nach 1 bis 1,5 Wochen
  • Entwicklungszeit der Larven ca. 7 Wochen,
  • Larven bohren sich zur Verpuppung in festes Material ein,
  • Puppenruhe ca. 6 Wochen
  • Hauptflugzeit der Käfer: Mai bis Juli
  • eine Generation pro Jahr im Freiland

Der Hausbock

  • Der weitaus verbreitetste Holzschädling ist der Hausbock.
  • Das Weibchen legt die Eier bevorzugt in die Risse feuchter Nadelhölzer.
  • Die eigentlichen Holzzerstörer sind die Larven.
  • Wegen ihrer beträchtlichen Lebensdauer von 3 – 10 Jahren kann bereits ein einmaliger Befall zu verheerenden Folgen führen.
  • Während seiner Lebenszeit frißt eine Larve täglich 1cm³ Holz.
  • Der Hausbock ist an den großen ovalen Fluglöchern (6-10 mm) zu erkennen.

Das Auftreten der genannten Holzschädlinge ist anzeigepflichtig !!!

Kleidermotte

Aussehen:

  • Die erwachsene Kleidermotte ist gelblich-weiß und wird etwa 9 mm lang.
  • Andere Mottenarten sehen sehr ähnlich aus:
  • Die Pelzmotte (Tinea pellionella) wird bis zu 9 mm lang
  • Die Fellmotte (Monopis rusticella) wird bis zu 8 mm lang
  • Die Tapetenmotte (Trichophaga tapetzella) wird bis zu 17mm lang. Sie lebt lebt auf Fellen, geht aber nicht an Tapeten, wie der irreführende Namen vermuten läßt.
  • Die Korkmotte (Tinea cloacella) wird bis zu 7mm lang. Die Larve lebt in Flaschenkorken und wird deshalb auch Korkwurm genannt.
  • Vorkommen und Lebensweise: die Art kommt ganzjährig weltweit vor

Vorkommen und Lebensweise:

  • Die Art kommt ganzjährig weltweit vor

Entwicklung:

  • Die Weibchen legen ihre bis zu 100 Eier einzeln an Stoffen ab.
  • Es dauert etwa zwei Wochen, bis die Larven (Raupen) schlüpfen, die eine gelbliche Färbung aufweisen
  • Die ganze Entwicklung dauert bei genügender Luftfeuchtigkeit, ausrreichendem Futter und entsprechender Temperatur von etwa 25 Grad circa drei Monate.
  • Die befallenen Gewebe sind mit sichtbaren Gespinströhren durchzogen – gerade diese Röhren erschweren eine effektive Bekämpfung dann sehr.

Schaden:

  • Die befallenen Textilien und Stoffe werden völlig durchlöchert.

Erkrankungen:

  • Keine.

Silberfischchen(lepisma saccharina L.) Familie:Lepismatidae

Aussehen:

  • 7-11mm langes,flügelloses Insekt,
  • Körper mit Silberglänzenden Schuppen bedeckt,
  • 3 Schwanzanhänge,
  • Eier: zuerst weiß, später bräunlich, länglich oval 1,5 x 1,0 mm
  • Larven: Aussehen wie Elterntiere nur kleiner

 

Entwicklung:

  • Weibchen legt im April bis August bis zu 100 Eier in Ritzen und Fugen,
  • für die Entwicklung des Embryos werden bei Temperaturen von 28,5 °C und 75% rel. Luftfeuchte ca. 28 Tage benötigt, bei 18-19°C dagegen 2 Monate
  • die Wachstumsgeschwindigkeit (Häutungsfolge) hängt vom Mikroklima und vom Nahrungsangebot ab
  • Eiruhe ca. 2-8 Wochen,
  • Entwicklungszeit ca. 1 Jahr,
  • Gesamtlebensdauer 2 bis 4 Jahre, bei ca 20 – 40 Häutungen,
  • Eiablage ab der 8. Häutung
  • ein Weibchen legt ca. 160 Eier in feuchte Umgebungen ab

Nahrung:

  • Stärke- und Zuckerhaltige Stoffe wie Mehl, Grieß, Haferflocken, Mehlkleister
  • daher auch Massenauftreten bei geklebten Tüten oder Schachteln, geklebten Tapeten, Büchereinbänden

Vorkommen:

  • lichtscheu, halten sich tagsüber versteckt in Ritzen und Spalten,
  • Futtersuche bei Nacht, bevorzugen warme und feuchte Lebensräume mit 20-30°C und 80-90 %r.F.,
  • sie leben oft in Tauben- und Vogelnestern und befallen von dort Wohnungen

Staublaus

leuse

Aussehen:

  • Die Lepinotus sp. wird nur 1 bis 2 mm groß
  • sie hat nichts mit den blutsaugenden Kopfläusen zu tun
  • Die helle, mit Flügelschuppen versehene Staublaus ist ein weichhäutiges Insekt, das nur in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit überleben kann.
  • Beträgt die Luftfeuchtigkeit nicht mindestens 60%, so vertrocknen die Läuse.

 

Vorbeugende Maßnahmen und Kontrolle:

  • Mit einem Fön oder Heizlüfter austrocknen/töten. Schränke säubern und gut austrocknen lassen, danach regelmäßig lüften. Keine Bücher in feuchten Kellern lagern. Blattanex Spezialspray, Blattanex Ungeziefer-Staub Grundsätzlich gilt: Wohnungen durch richtiges Heizen und Lüften trocken halten.

 

Schaden:

  • In Räumen mit zu hoher Luftfeuchtigkeit verursachen die Staubläuse Schabefraß an Papierwaren wie Büchern, Akten und Tapeten.
  • In frisch tapezierten Neubauten kommt es oft zu Massenvermehrungen, weil sich dort ein kaum sichtbarer Schimmelrasen bildet, den die Schädlinge dann abgrasen können.
  • In zu feucht gelagerten Lebensmitteln vermehren sie sich ebenfalls sehr stark und beschleunigen deren Verderb.
  • Auch Drogen, Textilien oder Matratzenfüllungen können von Staubläusen befallen werden.

Gesundheitsschädlinge

Hierunter sind insbesondere alle Blutsauger zu verstehen. Ferner rechnet man die Schädlinge dazu, die durch Stiche, Bisse usw. dem Menschen Schmerzen zufügen. Hygieneschädlinge sind auch diejenigen, die durch verschiedenartige Kontakte Krankheitserreger auf Mensch und Tier übertragen, also Vektoreneigenschaften besitzen, oder deren Ausscheidungen (z.B. bei Schaben) Allergene enthalten, die beim Menschen Allergien hervorrufen können. Hygiene- bzw. Gesundheitsschädlinge können auch über den Weg der Lebensmittelkontamination zu Krankheiten beim Menschen führen. Bei der Einteilung in Schädlingsgruppen kann es auch zu Überschneidungen kommen. So kann der glänzend-schwarze Getreideschimmelkäfer zu den Materialschädlingen gerechnet werden, da die Käfer und besonders die Larven sich in Isoliermaterialien einbohren und diese zerstören. Andererseits können die Käfer auch als Hygieneschädlinge bezeichnet werden, da sie eine Reihe von Krankheitserregern verbreiten können. Schädlinge an Haustieren wurden nur insoweit berücksichtigt, als die Bekämpfung nicht nur am Tier erfolgt, sondern auch in der Umgebung der Tiere, z.B. in Stallungen.

Deutsche Schabe (blattella germanica)

Close up cockroach on floor

Aussehen:

  • Länge 12-15 mm, lehmgelbe Färbung,
  • Halsschild mit 2 braunen Streifen, Beine hellgelb,
  • die Nymphen sind dunkler mit hellen Streifen am Seitenrand,
  • Flügeldeckel überragen den Hinterleib

 

Entwicklung:

  • rasche Vermehrung, braune Eipakete, quergerieft, Naht an beiden Längsseiten,
  • 36 Embryonen pro Eipaket, Eipaket wird ca 4 Wochen getragen,
  • ein Weibchen produziert ca. 4-8 Eipakete,
  • Larven schlüpfen 1/2h nach Abwerfen des Eipaketes,
  • 5-7 Häutungen,
  • Gesamtdauer der Larvenentwicklung: 2-4 Monate

Vorkommen:

  • sehr wärmeliebend, klettert gut, wanderlustig, lernfähig,
  • häufig in warmen Küchen, Naßräumen usw.

 

Allgemeines:

  • Schaben haben viele Namen. Ohne Rücksicht auf die gemeinte Art nennt man sie auch Schwabenkäfer, Kakerlaken, Küchenkäfer, Hausschaben, Küchenschaben, Bäckerschaben, Franzosen, Russen, Preußen. Längst vor den Sauriern gab es die Schaben.
  • Ihr geschlecht hat in 300 Millionen Jahren schon vieles überlebt: Klimakatastrophen, Atombomben und Arsenale von Bekämpfungsmitteln. Sie beherrschen die Kunst des Überlebens perfekt.

Orientalische Schabe (blatta orientalis)

Aussehen:

  • Länge 21-28 mm, kastanien- bis schwarzbraun,
  • Flügel bedecken 2/3 des Hinterleibs

Entwicklung:

  • kastanienbraune Eipakete, Naht nur an einer Längsseite,
  • 16 Embryonen pro Eipaket, Eipaket wird ca. 1/2h bis 2 Tage getragen,
  • ein Weibchen produziert ca. 8-18 Eipakete,
  • Larven schlüpfen 2-3 Monate nach Abwerfen des Eipaketes,
  • 7-10 Häutungen,
  • Gesamtdauer der Larvenentwicklung: 1/2-2 Jahre,
  • Nymphen schlüpfen erst nach 2-3 Monaten aus den abgelegten Eikapseln

Vorkommen:

  • weniger an Wärme gebunden, träge,
  • meist in Bodennähe (Keller, Parterre)

Hundefloh (Ctencephalides canis)

Allgemeines:

  • Flöhe bleiben normalerweise ihrem Wirt treu (Hundefloh, Katzenfloh … und weitere 70 Floharten in Deutschland), fehlt das gewohnte Wirtstier wird meist als Ersatz der Mensch auserkoren Aussehen: 1,6 -3,2 mm groá dunkelrotbraun, flügellos, stark ausgebildete Hinterbeine ermöglichen Sprünge bis zu 30 cm hoch und 50 cm weit

 

Entwicklung:

  • Stadien (Ei, Larve, Puppe, Imago), ein Zyklus dauert meist einige Wochen bis zu 8 Monaten)

 

Eiablage:

  • Eier werden wahllos auf dem Wirtstier abgelegt, sie sind weich, oval, hell und nur 1/2 mm groß, nach ca. 2-14 Tagen schlüpfen die Junglarven

 

Schaden:

  • der erwachsene Floh bleibt meist ein Leben lang auf seinem Wirt – stirbt er, verläßt ihn der Floh sofort, sie saugen Blut, kopulieren und legen Eier ab, Flöhe können bis zu einem Jahr ohne Blut auskommen,
  • typische Reaktion eines Flohstiches beim Menschen sind kleine rote, harte, leicht erhöhte Papeln, durch Kratzen kann es zu Sekundärinfektionen kommen, einige Bandürmer benutzen den Floh als Zwischenwirt
  • übertragen beim Blutsaugen Krankheiten

Bettwanzen verschiedene Cimex-Arten, in Europa am verbreitesten ist (Cirex lectularius)

Cimex lectularius

Herkunft:

  • Diese Tiere kommen weltweit ganzjährig vor

Beschreibung:

  • Bettwanzen sind flügellos, werden etwa 5 bis 8 mm lang und sehen rotbraun aus. Der Körper ist abgeplattet.
  • Charakteristischfür Bettwanzen sind ihre Stinkdrüsen, deren Geruch Wanzenbefall durchaus verrät. Die Wanzen besitzen keine Sinnesorgane – sie finden ihren Wirt, indem sie schon im Abstand von etwa 10 cm seine Körperwärme wahrnehmen und durch diese angelockt werden.
  • Die Tiere saugen dann etwa zehn Minuten lang Blut, wobei sie bis zum siebenfachen ihres Körpergewichtes aufnehmen.

Verhalten und Entwicklung:

  • Tagsüber sind Wanzen nicht anzutreffen. Sie leben versteckt hinter Tapeten, in Ritzen und unter Matratzen etc.
  • Nachts erst beginnt die Futtersuche und dann werden Menschen wie auch Haustiere Opfer der Wanzen. Wanzen können Kälte über einen langen Zeitraum hindurch ertragen und auch wochenlang hungern.
  • Befruchtete Weibchen legen 200 bis 400 Eier und zwar in täglichen Raten von bis zu etwa 12 Stück. Die Eier sind recht groß, etwa 1 mm, und werden an die verschiedensten Materialien festgeklebt.
  • Die schlüpfenden Larven sehen den Alttieren schon sehr ähnlich; nach fünf Häutungen ist die Geschlechtsreife erlangt.
  • Bei Zimmertemperatur dauert dies etwa 30 bis 35 Tage; unter 10 Grad werden keine Eier abgelegt.

Schaden:

  • Tapeten und Bettzeug können durch die klebrigen Kotspuren der Wanzen verunreinigt werden.

Erkrankungen:

  • Wanzen gelten nicht als Überträger von Krankheiten.
  • Der Stich der Wanze ist zudem schmerzfrei.
  • Beim Stich wird jedoch Speichel injiziert, auf den einzelne Menschen durchaus sensibel reagieren; es kann zu Quaddelbildung und starkem Juckreiz kommen.

Grasmilbe (Bryboria graminum)

milben_rot

Vorkommen, Lebensweise:

  • Sie leben in Rasenflächen an den Gräsern – besonders in trockenem Rasen an der Südseite von Häusern vermehren sie sich massenhaft.
  • Wenn die Rasenflächen bis an die Gebäude reichen, wandern die Milben bis in die Gebäude hinein, das kann bis in die Wintermonate andauern.
  • Milben gehören zu den Spinnentieren. Die meisten der über 60000 Arten sind so klein, daß sie mit bloßem Augen kaum wahrgenommen werden. Im Nahbereich des Menschen sind es jedoch nur 40 Milbenarten (darunter 6 Zeckenarten, die zu den Milben gerechnet werden), die Probleme oder sogar gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen können.

 

Entwicklung allgemein:

 

  • Milben durchlaufen zwischen Ei und adulten Tiermeist vier Entwicklungsstadien,bei manchen Arten sind es weniger.
  • Damit sieht der Milbenzyklus wie folgt aus:
  • Ei > sechsbeinig Larve > achtbeinige Proto > Deutonymphe > Tritonymphe > adultes Tier
  • Mänchen und Weibchen können sehr verschieden aussehen. Milben können Dauernymphen bilden, die sich wenig oder gar nicht bewegen und sehr unempfindlich gegen Trockenheit und Extremtemperaturen sind.Das Dauerstadium der Mehlmilbe Acarus siro bleibt z.B. monatelang in trockenem Mehl am Leben, verträgt 14 Tage lang 34°C und bei 24h in -7°C werden nur 50% Abtötung erreicht.

Schaden:

  • Das wichtigste Gesundheitsproblem, das im Zusammenhang mit Milben auftritt, ist die Allergieauslösung beim Menschen (Hausstaubmilbenallergie).
  • Darüber hinaus ist der Genuß milbenhaltiger Lebensmittel schädlich.

Amerikanische Schabe (periplaneta americana)

Aussehen:

  • Länge 27-38 mm, rotbraun,
  • Halsschild mit zwei dunkelbraunen Flecken
  • Flügeldeckel überragen den Hinterleib

 

Entwicklung:

  • rotbraune Eipakete, Naht an einer Längsseute,
  • 15-20 Embryonen pro Eipaket,
  • Eipaket wird einige Stunden bis Tage getragen
  • ein Weibchen produziert ca. 50-60 Eipakete
  • Larven schlüpfen 1-3 Monate nach Abwerfen des Eipaketes
  • 7-13 Häutungen
  • Gesamtdauer der Larvenentwicklung: 1/2-2 Jahre

 

Vorkommen:

  • besondere Anforderungen an Temperatur und Luftfeuchte (20-29 °C,

 

Schaden:

  • Übertragen Krankheitskeinme

Möbel-oder Braunbandschabe (supella longpalpa)

  • Größe ca. 10-15 mm
  • hellkastanienbraun bis dunkelbraun mit 2 helleren Querstreifen
  • Männchen lang-, Weibchen kurzflüglig
  • Eipaket wird sofort nach Fertigstellung abgelegt und in Ritzen festgekittet
  • Schaden wie bei Deutscher Schabe

Wie sich Schaben schützen:

  • großes Vermehrungspotential
  • leben in unzugänglichen Verstecken, Aktivitätsphase ist nachts
  • genügsam und fressen buchstäblich alles
  • bis zum Ausschlüpfen ist die Brut unangreifbar (Eipaket)
  • Schaben erkennen Beläge mancher Bekämpfungsmittel und weichen ihnen aus
  • durch genetische Resistenz werden sie früher oder später resistent gegen jeden Wirkstoff
  • werden durch Verpackungen, Lebensmittel usw. überallhin verschleppt
  • moderne Bautechnik verschafft der Schabe ideale Lebensbedingungen (Verstecke in Verkleidungen, Dämmplatten, Täfelungen, Trockenbauwänden) die nötige Wärme besorgen Zentralheizungen, Boiler, Bäder usw.

Katzenfloh (Ctencephalides felis)

Allgemeines:

  • Flöhe bleiben normalerweise ihrem Wirt treu (Hundefloh, Katzenfloh … und weitere 70 Floharten in Deutschland), fehlt das gewohnte Wirtstier wird meist als Ersatz der Mensch auserkoren Aussehen: 1,6 -3,2 mm groá dunkelrotbraun, flügellos, stark ausgebildete Hinterbeine ermöglichen Sprünge bis zu 30 cm hoch und 50 cm weit

 

Entwicklung:

  • Stadien (Ei, Larve, Puppe, Imago), ein Zyklus dauert meist einige Wochen bis zu 8 Monaten)

 

Eiablage:

  • Eier werden wahllos auf dem Wirtstier abgelegt, sie sind weich, oval, hell und nur 1/2 mm groß, nach ca. 2-14 Tagen schlüpfen die Junglarven

 

Schaden:

  • der erwachsene Floh bleibt meist ein Leben lang auf seinem Wirt – stirbt er, verläßt ihn der Floh sofort, sie saugen Blut, kopulieren und legen Eier ab, Flöhe können bis zu einem Jahr ohne Blut auskommen,
  • typische Reaktion eines Flohstiches beim Menschen sind kleine rote, harte, leicht erhöhte Papeln, durch Kratzen kann es zu Sekundärinfektionen kommen, einige Bandürmer benutzen den Floh als Zwischenwirt
  • übertragen beim Blutsaugen Krankheiten

Pharaoameise(monomorium pharaonis)

  • Größe: Arbeiterinnen 2-2,5 mm, Königinn 4-5 mm, Männchen 3 mm
  • Färbung: bernsteingelb mit etwas dunklerer Hinterleibsspitze, Männchen sind schwarz
  • Entwicklung: geflügelte Geschlechtstiere werden das ganze Jahr hindurch produziert (Männchen periodisch in geringer Anzahl), d.h. kein Hochzeitsflug
  • eine Kolonie besteht aus einer bis meherere hunderte Königinnen und kann bis zu mehreren hunderttausend Einwohner aufnehmen, in Erscheinung treten nur etwa 10% der Nestbevölkerung
  • neue Kolonien entstehen durch Abspaltung
  • Vorkommen: stammt aus Afrika, Verbreitung nimmt weltweit ständig zu (durch Verbreitung feuchtwarmer Lebensräume wie z.B. Fern-u. Zentralheizungen, Wärmedämmungsmaßnahmen), also überall da, wo Heizungen und Boiler ganzjährig in Betrieb sind
  • zur Nahrungsbeschaffung legen sie Entfernungen von über 30m in orizotaler und vertikaler Richtung zurück
  • Pharaoameisen überleben bei ca. 18°C, Optimaltemperaturen liegen bei 27-32°C
  • Nahrung: sie sind Allesfresser, bevorzugen aber tierisches Eiweiß
  • Schaden: sie gelten als gefährliche Krankheitsüberträger und sind am infektiösen Hospitalismus mitschuldig, belaufene Nahrungsmittel werden

Taubenzecken (argus reflexus)

zecken

Aussehen:

  • 4 . 5 mmn lang. 8 Beine, Körper flach eiförmig. Körperseiten muldenförmig nach oben umgeboqen,
  • Vollgesogen bis 12 mm lang.
  • Zecken, auch deren Larven und Nymphen, wandern aktiv zu den Wirtstieren.
  • Sind zu mehrjährigem Hungern befähigt,
  • Halten sich vorwiegend in Taubenschlägen, aber auch in Ställen anderer Geflügel-Arien auf.

Biologie:

  • Das Weibchen legt in den Sommermonaten mehrmals hintereinander und nach jeder Blutmahlzeit Gelege von 20-100 Eiern ab.
  • Diese sind fast kugelrund, etwa stecknadelkopfgroß, zunächst bräunlich und später größtenteils milchigweiß gefärbt.
  • Die nach etwa 3 Wochen aus ihnen schlüpfenden sechsbeinigen,lebhaft umherlaufenden Lar- ven sind schmutzig gelb gefärbt; und ziemlich stark behaart.
  • Sie verbleiben 5- 10 Tage auf dem erstbefallenen Wirt. Das ist für die Verbreitung der Art von großer Bedeutung. 8 Tage nach der ersten Blutaufnahme häuten sie sich zu Nymphen des ersten Stadiums und nach je 3 weiteren Wochen zu Nymphen des zweiten Stadiums und zum Adulttier.
  • Die Nymphen gleichen, abgesehen von der Körpergröße, weitgehend den Geschlechtstieren.
  • Die Gesamtentwicklung der Taubenzecke dauert mindestens 2 Jahre, in der Regel aber 3 Jahre oder mehr. Sie kann, da die Nymphen sich vor jeder Häutung einmal vollsaugen müssen, durch Mangel an Sauggelegenheit sehr stark verlängert werden.

Schaden

  • Als Nahrung dient den Tieren in allen Stadien in erster Linie das Blut lebender Tauben. Am stärksten befallen werden die Jungtauben, die häufig unter den Schmarotzern sehr zu leiden haben und in manchen Fällen durch die Stiche und den Blutentzug so stark geschwächt werden, daß sie daran eingehen. Befallen werden auch Hühner, Enten, Pferde und Menschen.
  • Der Saugakt dauert bei den Larven ca. 7 Tage, bei den Nymphen und den Geschlechtstieren durchschnittlich etwa 1/4 . 2 Stunden. Die auf einmal aufgenommene Blutmenge, die ein starkes Anschwellen der Tiere verursacht, wiegt bis zum sieben- oder achtfachen Gehalt des eigenen Körpergewichts.
  • Auch bei dieser Zecke ist das Hungervermögen erstaunlich groß. Die Nymphen und Vollkerfe können sicherlich 6 Jahre, wahrscheinlich aber noch länger, ohne jede Nahrungsaufnahme am Leben bleiben. Die Generationszeit kann sich bis zu 9 Jahren ausdehnen.
  • Die Taubenzecken sitzen den größten Teil ihres Lebens in den Ritzen, Fugen und dunklen Ecken von Hühnerställen, Taubenschlägen oder in der näheren Umgebung davon. Ihre Yerbreitung von einem Schlag zum anderen erfolgt durch die Tauben, welche die an ihrer Haut festgesogenen Schmarotzer mitschleppen. Diese passive Verschleppung geschieht besonders häufig im Larvenstadium, weil die Larven lebhafter sind und sich viel länger festsaugen als die Geschlechtstiere und Nymphen.
  • Erst wenn der Taubenschlag lange Zeit hindurch unbenutzt war, begeben sich die Zecken, vom Hunger getrieben, aktiv auf die Wanderung und sie gelangen dann vielfach in benachbarte Wohnungen des gleichen Gebäudes. Dies tritt nach den bisherigen Erfahrungen meistens erst dann ein, wenn der Taubenschlag von seinen Bewohnern schon etwa 4 . 6 Jahre aufgegeben worden ist. Jetzt befallen die Tiere bei Dunkelheit oder in der Dämmerung auch den Menschen. Der Einstich ist gewöhnlich nicht spürbar. Nach dem Saugakt stellen sich aber meistens ziemlich starke und langanhaltende, auf das Speicheldrüsensekret der Tiere zurückzuführende, Hautreaktionen und oft auch weitgehende Störungen des Allgemeinbefindens ein. In der Regel ist an der Einstichstelle zunächst ein dunkelroter oder violettroter Fleck zu erkennen. Später stellen sich dann oft Pappeln, Quaddeln, stärkere Entzündungen, heftiger Juckreiz, nässende und oft nur schwer heilende Munden ein.
  • Menschenblut scheint diesen Zecken nicht zu bekommen, denn im Versuch gingen alle am Menschen gefütterten Exemplare, wohl infolge einer Störung der Verdauungstätigkeit, nach wenigen Tagen ein. Die Larven saugen freiwillig wohl niemals am Menschen. Daraus folgt, daß die in Mohnungen eingedrungenen Tiere sich dort nicht für dauernd einnisten oder sich gar entwickeln und vermehren können.

Lästlinge

Darunter versteht man alle Tierarten, die in den meisten Fällen lediglich als lästig empfunden werden. Es ist nicht auszuschließen, daß gelegentlich der eine oder andere Lästling auch als Hygiene- oder Vorratsschädling gewisse Bedeutung erlangen kann. So kann z.B. schon ein einzelnes zirpendes Heimchen zu einer erheblichen Ruhestörung führen und damit das menschliche Wohlbefinden beeinträchtigen. Andere Lästlinge wie z.B. Ameisen, können auch Lebensmittelvorräte befallen und diese für den menschlichen Genuß unbrauchbar machen.

Heimchen, Grille (Acheta domesticus)

heimchen

 

Herkunft:

  • Hausgrillen, auch Heimchen genannt, sind weltweit zu finden und treten das ganze Jahr über auf.

 

Beschreibung:

  • Die Grille ist vierflüglig. Sie fällt durch ihre beiden hinteren Sprungbeine auf, deren chrakteristische Form nicht übersehen werden kann.Die beiden langen Antennen am Kopf sind unübersehbar. Hausgrillen werden etwa 2 cm lang.
  • Ihre Färbung ist ein sehr dunkles gelbliches Braun, oft mit schwarzer, oft mit brauner Zeichnung versehen.

 

Vorkommen und Entwicklung:

  • Hausgrillen sind Allesfresser und nachtaktive Tiere. Sie leben in dunklen Nischen in feuchtwarmer Umgebung im Haus. Im Sommer verlassen sie die Behausungen oft, um später im Herbst wieder einzuwandern.
  • Die Fortpflanzung erfolgt das ganze Jahr hindurch. Die Männchen sind für ihr Zirpen bekannt.Dabei reiben sie die Vorderflügel -diese sogenannten Gesänge dienen sowohl der Revierabgrenzung als auch der Balz.
  • Die Weibchen legen mit Hilfe eines Legestachels ihre zahlreichen Eier in Ritzen und Spalten ab. Nach etwa zehn bis zwölf Tagen schlüpfen die Larven, die den erwachsenen Tieren gleichen, aber noch keine Flügel besitzen. Es braucht bis zu 16 Häutungen, bis aus dem Nachwuchs geschlechtsreife Tiere werden. In einem Jahr sind mehrere Generationen möglich.

 

Schaden:

  • Wo Lagerräume befallen werden, zeigen sich Heimchen durch als große Materialschädlinge. Im allgemeinen aber ist der Schaden aber eher gering.

 

Erkrankungen:

  • Keine!
  • Lediglich das nächtliche Zirpen kann für manchen Menschen schlafstörend wirken.

Deutsche Wespe (vespa germanica)

Wespen gehören zur Gruppe der Hautflügler. Von den über 2000 Wespenarten fallen in Deutschland nur die drei o.g. auf. Wespen sind in der freien Natur überaus nützlich.

Entwicklung:

  • staatenbildende Insekten (wie Honigbienen) – bilden aber ihren Staat jedes Jahr neu
  • Herbst: alle Individuen des Volkes sterben, mit Ausnahme der befruchteten Weibchen
  • Frühling: das befruchtete Weibchen beginnt mit dem Nestbau und bestückt jede Zelle des Nestes mit einem Ei die daraus schlüpfenden forpflanzungsunfähigen Arbeiterinnen übernehmen ab sofort Nestbau und Brutpflege
  • Sommer: die Königin vergrößert das Volk auf bis zu 5000 Arbeiterinnen
  • Herbst: gegen Sommerende schlüpfen aus den Puppen fortpflanzungsfähige Männchen und Weibchen, die sich paaren die Männchen sterben, die Weibchen überwintern an einem geschützten Ort

 

Nahrung:

  • hauptsächlich Beuteinsekten (Fliegen, Heuschrecken, Schmetterlinge, Raupen) aber auch zuckerhaltige Nahrungsmittel (Obst, Säfte, Kuchen) und Fleisch Aktionsradius vom Nest über 1 km

 

Schaden:

  • Ungenießbarmachung menschlicher Nahrungsmittel
  • durch Keimverschleppung schmerzhafte Wespenstiche (für Allergiker lebensgefährlich)

Rasenameise (tetramorium caespitum)

waldameisen (1)

 

  • Arbeiterinnen 2-3,5 mm lang, braun bis dunkelbraun
  • Nester an sandigen, sonnigen Stellen in Gärten, an Wegrändern, unter Steinen und Platten
  • häufig mit Erdauswurf
  • leben von Zuckerhaltigen Substanzen und Fleisch
  • in älteren Gebäuden können sie Holz zerstören

Vergrämung des Ameisenvolkes

Durch Bekämpfungsmaßnahmen die mit Sprüh-, Streich-, Nebel- und Stäubemitteln ausgebracht werden und die als Kontaktgifte wirken, lassen sich im offenen Raum lediglich die Ameisen Arbeitstiere erreichen. Für den Betrachter ergibt sich hier vordergründig ein Bekämpfungserfolg, weil der mit Insektiziden kontaminierte offene Raum vorerst von Arbeitstieren nicht mehr belaufen wird. Das erneute Auftreten von Arbeitstieren einige Wochen später wird deshalb allzuoft als „Neubefall“ bewertet. Das offene Ausbringen von Insektiziden ist somit nur eine Vergrämung. Tilgung des Ameisenvolkes Entscheidende Voraussetzung zur Tilgung eines Ameisenvolkes ist der Einsatz wirksamer Ameisenköder und deren sachgerechter Einsatz. Beim Köderverfahren wird der Köder zunächst von den Arbeiterinnen aufgenommen ohne sie zu schädigen. Erst wenn er an Königin(nen) und Larven verfüttert wird, entfaltet er seine Wirkung. Zunächst sollte mit einem unbegifteten Köder angeködert werden – bei Pharaoameisen mit frisch durchgedrehter Schweineleber, bei Hausameisen (Lasius-Arten) mit leicht gährender Zuckerlösung. Anschließend wird der belaufene, angenommene Köder durch Fraßgiftköder ausgetauscht.

Für die Bekämpfung wichtige Fakten:

  • Ameisen sind staatenbildend, d.h. sie sind zur Bildung eines Volkes mit sozialem Zusammenhang fähig mit einer Funktionsaufteilung innerhalb der Individuen.
  • Ameisenvölker mit ihren Königinnen nisten versteckt und entziehen sich meist dem direkten Zugriff.
  • Die Nistbereiche haben keine feste Abgrenzung wie bei Bienen, sondern sie durchziehen den Boden bzw. das Material tunnelartig.
  • Es treten nur die Arbeitstiere in Erscheinung

 

Hieraus ergibt sich:

  • Die Bekämpfung einzelner oder einer größeren Gruppe von Tieren führt nicht zur Tilgung des Volkes.
  • Das Ausbringen von Kontakt-Insektiziden verfehlt ihre Wirkung, weil die Ameisen die behandelten Flächen über ihre Geruchswahrnehmungs-organen wahrnehmen und sie meiden werden. Das führt zu einer Vergrämung bei gleichzeitiger Erhöhung der Kontamination.
  • Das Zusammenfließen der Tunnelgänge mit dem Boden erschwert das Ausheben der Nester bzw. ihre chem. Behandlung
  • Die Risikoärmste Methode ist die Bekämpfung mit Fraßgiftködern, bei der die Königinnen und die Larven aller Formen, durch das Fraßgift erreicht werden.

Kellerassel (Porcellio scaber) Mauerassel (Oniscus asellus)

assel

 

Herkunft:

  • weltweit verbreitete Arten, die das ganze Jahr hindurch vorkommen.

Beschreibung:

  • Asseln sind eigentlich landlebende Krebse. Ihre Kiemenanhänge, die immer von einem Wasserfilm überzogen sein müssen, ermöglichen ihnen die Luftatmung. Sie besitzen sieben Paar gleichförmige Beine; ihr Körper ist flachgedrückt.
  • Die Kellerassel zeigt sich einfarbig grau, die Mauerassel ist schwärzlich-braun und hat auf dem Rücken zwei helle Fleckreihen. Ebenso heimisch ist bei uns die Rollassel, deren Körper glatter ist. Sie rollt sich bei Gefahr ein.
  • Diese Asselarten ernähren sich vorwiegend von pflanzlichen Abfällen, Pilzen und dergl. Im Naturhaushalt spielen sie in etwa die gleiche Rolle wie Regenwürmer oder Tausendfüßler.
  • Man muß wissen, daß die Tiere zum Überleben eine relativ hohe Luftffeuchtigkeit brauchen. Asseln werden etwa 14 bis 15 mm lang.

 

Entwicklung:

  • Interessant ist die Brutpflege der Asseln: die Weibchen tragen die befruchteten Eier in einer aus Beinanhängen gebildeten, flüssigkeitsgefüllten Tasche mit sich herum; hierin wachsen die Jungen auch zunächst heran. Anfangs sind diese sehr klein, fast weiß in der Farbe, mit dunklen Augen – von der Form her aber schon den Alttieren gleich.
  • Nach mehreren Häutungen und ungefähr drei Monaten sind die Jungtiere ausgewachsen.

 

Vorkommen:

  • Asseln werden häufig in feuchten Kellern gefunden – im Freien leben sie unter Steinen, an faulendem Holz oder auf Kompost.

 

Schaden:

  • Pilzbesetztes Holz sowie Vorräte an Kartoffeln und Obst können durch Fraß geschädigt werden.

Erkrankungen:

  • keine

Gemeine Wespe (vespa vulgaris)

Wespen_gemeine

 

Wespen gehören zur Gruppe der Hautflügler. Von den über 2000 Wespenarten fallen in Deutschland nur die drei o.g. auf. Wespen sind in der freien Natur überaus nützlich.

Entwicklung:

  • Herbst: alle Individuen des Volkes sterben, mit Ausnahme der befruchteten Weibchen
  • Frühling: das befruchtete Weibchen beginnt mit dem Nestbau und bestückt jede Zelle des Nestes mit einem Ei die daraus schlüpfenden forpflanzungsunfähigen Arbeiterinnen übernehmen ab sofort Nestbau und Brutpflege
  • Sommer: die Königin vergrößert das Volk auf bis zu 5000 Arbeiterinnen
  • Herbst: gegen Sommerende schlüpfen aus den Puppen fortpflanzungsfähige Männchen und Weibchen, die sich paaren die Männchen sterben, die Weibchen überwintern an einem geschützten Ort

Nahrung:

  • hauptsächlich Beuteinsekten (Fliegen, Heuschrecken, Schmetterlinge, Raupen) aber auch zuckerhaltige Nahrungsmittel (Obst, Säfte, Kuchen) und Fleisch Aktionsradius vom Nest über 1 km

Schaden:

  • Ungenießbarmachung menschlicher Nahrungsmittel
  • durch Keimverschleppung schmerzhafte Wespenstiche (für Allergiker lebensgefährlich)

Hornissen (vespa crabo)

hornisse

 

Von Hornissen sagt man, daß 3 Stiche einen Menschen töten können. Das ist völliger Unsinn! Hornissen sind nicht gefährlicher als Wespen.

Aussehen:

  • Die Weibchen werden bis zu 35 mm lang. Arbeiterinnen sind ca. 24 mm und Männchen ca. 28 mm groß.

Nester:

  • werden in der Erde, in hohlen Bäumen öder in Dachböden gebaut. Sie können einen Durchmesser von bis zu 30 cm haben.

Entwicklung:

  • Im Frühling beginnt die Königin mit der Eiablage im selbst gebauten kleinen Nest.
  • Die ersten Arbeiterinnen schlüpfen nach einem Monat und vervollständigen den Bau.
  • Am Ende des Sommers legt die Königin nur Eier, aus denen die neuen Königinnen schlüpfen.
  • Die Königin stirbt danach. Die Königinnen überwintern in Baumrinden, Holzstapeln, Dachböden usw.

Schäden:

  • Nur die Weibchen haben einen Stachel.
  • Der Sich ist nicht gefährlicher als der einer Wespe.
  • Sie greifen nur an, wenn sie sich bedroht fühlen.

Hornissen stehen unter Artenschutz und dürfen nur nach Genehmigung durch die Umweltbehörde bekämpft werden !

Taufliege, Essigfliege (Drosophila-Arten)

Herkunft:
Diese Fliegenart kommt weltweit vor; in geschlossenen Räumen ist sie das ganze Jahr über anzutreffen.

Beschreibung:
Drosophila-Arten sind sehr klein, etwa 2,5 mm groß.
Erwachsene Tiere sind, je nach Art, braun-gelb, andere schwarz oder in allen Braunschattierungen.

Lebensdauer und Entwicklung:

  • Am Bekanntesten ist die Art Drosophila melanogaster, die bei genetischen Forschungen als Versuchsobjekt Nummer Eins gilt.
  • Dieses liegt nur daran, daß die Generationsfolgen der Drosophila-Arten mit etwa 14 Tagen ungewöhnlich schnell sind.
  • Die Larven werden bis zu 3 mm lang, besitzen zwei deutlich hervorragende Atemrohre und verpuppen sich schon nach wenigen Tagen.
  • Da ein Weibchen etwa 400 Eier legt, entsteht sehr schnell eine hohe Populationsdichte.

Vorkommen:

  • Essigfliegen sind überall zu finden, wo reifes, besser überreifes Obst ist, aber ebenso auch an oder in Wein, Bier, Milch und anderen gärenden Stoffen.

Schaden:

  • Durch die massenhafte Vermehrung können leicht größere Bestände von z.B. Obst völlig vernichtet werden.
  • Außerdem werden diese durch die Fliegen verunreinigt, so daß es durch die jetzt eingeschleppten Hefepilze zur Gärung kommt.

Erkrankungen:

  • Verdorbene Lebensmittel sind immer eine Gesundheitsgefahr, so daß auch hier von einer indirekten Übertragung geredet werden kann.

Schwarzgraue Wegeameise (lasius niger)

in Deutschland am häufigsten auftretende Art

  • Färbung: braun bis schwarz, Beine und Fühler rotbraun
  • Größe: Arbeiterinnen 3-5 mm, Königinn 15 mm
  • nistet im Freien in der Erde oder in Baumstümpfen, am Haus in Mauerspalten, unter Treppenstufen aber niemals im Haus
  • leben im Freien von Insekten, Würmern, süßen Pflanzensäften

Entwicklung

  • Juli: die Ameisenkönigin wird begattet
  • Oktober: unter günstigen Lebensbedingungen hat sich ein Stamm von Arbeitstieren entwickelt
  • Dezember: das Volk liegt in Kältestarre bei Völkern in Gebäuden beginnen die Frühjahrsaktivitäten schon jetzt
  • Mai: die ersten Aktivitäten beginnen mit den warmen Epochen der Frühlingsmonate
  • Juli: die Anzahl der Individuen des Volkes hat erheblich zugenommen

Je nach Individuenstärke des Volkes kann es bereits im 3. Jahr zur Heranbildung der ersten neuen geflügelten Geschlechtstiere kommen. In den folgenden Jahren nehmen solche Völker weiter an Individuen zu, auch wenn sie sich in den Wintermonaten reduziert. Jährlich bilden sich jetzt hunderte weibliche und männliche Geschlechtstiere, die das Nest zum Hochzeitsflug verlassen. Die Königin bleibt über viele Jahre (bis 10 Jahre bei einigen lasius niger Arten) existent. Bei Ameisenarten mit mehreren Königinnen (Pharaoameisen) ist die Lebensdauer wesentlich kürzer.

Vergrämung des Ameisenvolkes

Durch Bekämpfungsmaßnahmen die mit Sprüh-, Streich-, Nebel- und Stäubemitteln ausgebracht werden und die als Kontaktgifte wirken, lassen sich im offenen Raum lediglich die Ameisen Arbeitstiere erreichen. Für den Betrachter ergibt sich hier vordergründig ein Bekämpfungserfolg, weil der mit Insektiziden kontaminierte offene Raum vorerst von Arbeitstieren nicht mehr belaufen wird. Das erneute Auftreten von Arbeitstieren einige Wochen später wird deshalb allzuoft als „Neubefall“ bewertet. Das offene Ausbringen von Insektiziden ist somit nur eine Vergrämung. Tilgung des Ameisenvolkes Entscheidende Voraussetzung zur Tilgung eines Ameisenvolkes ist der Einsatz wirksamer Ameisenköder und deren sachgerechter Einsatz. Beim Köderverfahren wird der Köder zunächst von den Arbeiterinnen aufgenommen ohne sie zu schädigen. Erst wenn er an Königin(nen) und Larven verfüttert wird, entfaltet er seine Wirkung. Zunächst sollte mit einem unbegifteten Köder angeködert werden – bei Pharaoameisen mit frisch durchgedrehter Schweineleber, bei Hausameisen (Lasius-Arten) mit leicht gährender Zuckerlösung. Anschließend wird der belaufene, angenommene Köder durch Fraßgiftköder ausgetauscht.

Vorratsschädlinge

So bezeichnet man Tierarten, die Nahrungs- und Genußmittel sowie Futtermittel nach der Ernte, beim Transport und während der Lagerung befallen. Sie spielen nicht nur in den Getreidespeichern, Silos und Lagerräumen eine erheblich schädigende Rolle, sondern auch bei der Vorratshaltung im Haushalt. Wenn diese Güter oft über längere Zeit bevorratet werden, kommt es häufig zu einer Massenvermehrung von Vorratsschädlingen. Sie verursachen nicht nur durch Fraß erheblichen Schaden. Stark befallene Nahrungs- und Genußmittel sind schon aus hygienischen Gründen oft für den Verzehr durch den Menschen nicht mehr geeignet. In den wenigen Fällen müssen diese Vorräte daher vernichtet werden. Einige Staaten haben für die in der Qualität verminderten Nahrungsmittel bestimmte Verwendungs-Vorschriften bzw. -Verbote erlassen. Gegen die Einschleppung bestimmter Vorratsschädlinge bestehen in vielen Ländern scharfe Quarantänebestimmungen. Die Bekämpfung muß möglichst vor der Einlagerung in noch leeren und zuvor gereinigten Vorratsräumen durchgeführt werden. In leeren Räumen kann man Vorratsschädlinge besser bekämpfen. Man verhindert so in den meisten Fällen, daß neu eingelagerte Vorräte überhaupt befallen werden.

Kornkäfer

  • erwachsener Käfer mit ausgezogenem, nach unten gebogenem Rüssel,
  • dunkelbraun bis schwarz,
  • Halsschild mit groben Grübchen,
  • Deckflügel mit Punktreihen
  • Larven: gedrungen, weich beinlos, brauner Kopf, liegt gekrümmt im Getreidekorn

Vorkommen und Lebensweise:

  • in Getreidespeichern, Schüttgut (Weizen, Roggen, Gerste)
  • im Haushalt in ähnlichen Stoffen, vor allem in Kleintierfutter

 

Biologie:

  • Weibchen bohrt mit dem Rüssel in das Getreidekorn ein kleines Loch und legt ein Ei ab,
  • feuchte Körner werden bevorzugt
  • durch die Entwicklungstätigket der Larven wird zuätzliche Feuchtigkeit gebildet – das führt zu Schimmel- und Wärmebildung im Schüttgut (zusätzliche Schäden)
  • bis zu 5 Generationen pro Jahr Kälteperioden werden relativ gut überstanden

Mehlkäfer (tenebrio molitor)

Aussehen:

  • Käfer: länglich abgeflacht, dunkelbraun, Oberseite glänzend, ca. 10-18 mm lang
  • Larven: lang gestreckt, gelblich, weißlich geringelt, bekannt als „Mehlwurm“ zur Fütterung von Vögeln, Fischen, usw.

Vorkommen und Lebensweise:

  • besonders in Mühlen, seltener in Bäckereien und Haushalten,
  • auch auf Dachböden in von Holzschädlingen geschädigtem Holz

Biologie:

  • die Larven leben meist von Mehl und trockenen Mehlprodukten,
  • Entwicklungszeiten stark abhängig von Substrat, Temperaturen, Feuchigkeit
  • in Europa sind bis zu 2 Generationen pro Jahr zu erwarten

Getreidemotte (sitotroga cerealella)

Aussehen:

  • grau-gelblicher Falter mit 10-20 mm Flügelspannweite
  • Fransensaum und schmutzig-lehmgelbe Vorder-u. Hinterflügel

 

Vorkommen und Lebensweise:

  • weltweit verbreitet in feuchtem Getreidelagern, Hülsenfrüchten und Samen
  • beeinträchtigen Geruch und Geschmack der befallenen Göter

 

Biologie:

  • Eiablage in Gruppen bis zu 20 am Korn
  • Eier sind weißlich bis rötlich, eiförmig, feine Längs-u. Querstreifen.
  • Larven des 1. Stadiums sind ca. 1,0 mm lang und rötlich, die des Letzten bis zu 7 mm und gelblich
  • es finden 4-5 Häutungen statt.
  • Der gesamte Zyklus incl. Verpuppung findet im Korn statt.
  • Überwinterung in unbeheizten Winterlagern ist in seltenen Fällen möglich, -17°C werden nur einen Tag ertragen
  • Gesamtentwicklungsdauer bei 26-30 °C ca. 35 Tage
  • die adulte Motte lebt 1-2 Wochen

Speichermotte(ephestia elutella)

Aussehen:

  • graubrauner Falter mit 15-20 mm Flügelspannweite.
  • Vorderflügel graubraun mit wellenförmigen dunkel umsäumten Querbinden
  • Hinterflügel hellgrau bis silbern

 

Vorkommen und Lebensweise:

  • weltweit verbreitet in gemäßigten Klimazonen in Gtreidelagern, Süßwarenproduktion, Tabakindustrie
  • ansonsten wir Dörrobstmotte

 

Biologie:

  • Eiablage in Gruppen von 4-5 auf dem Substrat
  • Eier sind gelblich, oval, rauhe Oberfläche
  • Larven des 1. Stadiums sind ca. 1,2 mm lang, die des Letzten bis zu 15 mm weißlich, grünlich oder rötlich.
  • Kopfkapsel und Nacken-, Afterschild sind braun.
  • Es finden 5-6 Häutungen statt
  • Verpuppung nicht im Nährsubstratoberfläche – wie bei der Dörrobstmotte.
  • Überwinterung in unbeheizten Winterlagern ist möglich, -25°C werden mehrere Tage ertragen
  • Gesamtentwicklungsdauer bei Raumtemperatur zwischen 42 und 95 Tagen
  • die adulte Motte lebt im Sommer bis zu 2 Wochen, im Winter ca. 2-4 Wochen

Die Hausmaus (mus musculus)

yellow necked mouse in forest

  • Gewicht: 15g
  • Kopf-Rumpflänge: 6-9 cm
  • Schwanzlänge: 8-10 cm
  • Vorkommen: im Freien und in Gebäuden
  • in Deutschland kommen zwei Unterarten vor: die Hausmaus (Mus musculus domesticus) kommt westlich der
  • Elbe vor, die Nördliche Hausmaus oder Feld-hausmaus (Mus musculus musculus) kommt dagegen östlich
  • der Elbe vor, in Bayern verläuft die Trennungslinie zwichen den Gebieten der beiden Unterarten auf der Linie
  • Regensburg-München-Chiemsee
  • Nahrung: Getreideprodukte, kann ohne Flüssigkeit auskommen
  • frißt von allem nur kleine Mengen auf einmal, etwa 3g am Tag

Khaprakäfer (trogoderma granarium)

Aussehen:

  • Käfer: länglich, ovale Körperform, Oberseite mit grau-gelben Haaren bedeckt
  • Larven: gestreckt, gelb, mit gelben Borsten bedeckt, hinten lange Haare

Vorkommen und Lebensweise:

  • gefürchteter Vorratsschädling, befällt Getreidekörner, die sie nahezu völlig aushöhlen;
  • Ölpreßkuchen, Expeller, Erdnüsse und verschiedene tierische Stoffe in Haushalten
  • meist in getreidehaltigen Lebensmitteln, Erdnußanteilen, u.a. befallene Waren werden durch Larvenhäute und Kot völlig verunreinigt

Biologie:

  • Eiablage einzeln oder in Gruppen in das Substrat,
  • Eientwicklung ca. 5 Tage
  • Larvenentwicklung in 20-50 Tagen, aber auch bis zu 6 Monaten bei niedrigen Temperaturen
  • Ruhestadium (Diapause) Puppenruhe zw. 2 bis 23 Tagen

Brotkäfer (stegobium paniceum)

Aussehen:

  • erwachsener Käfer länglich oval, braun,
  • Kopf meist nicht sichtbar, ca. 2,7 bis 3,7 mm lang
  • Larve mit hellbrauner Kopfkapsel, fleischig, engerlingsartig, ca. 5 mm lang

Vorkommen und Lebensweise:

  • in allen trockenen Backwaren, Pellets u.ä., in Teigwaren, Suppenwürfeln, Tütensuppen, Kakaopulver, Tockenhefe, Tee,
  • sehr häufiger Schädling in Drogerien, Lebensmittelbetriebn und Haushalten

Biologie:

  • Eiablage einzeln oder in Schnüren,
  • Larven schlüpfen nach 2 Wochen,
  • in festen Substraten hinterläßt die Larve ein für Anobien typisches kreisrundes Loch.
  • Gesamtenwicklungszeit etwa 3 Monate bei Zimmertemperatur 3 Generationen im Jahr

Mehlmotte (ephestia kuehniella)

motte

Aussehen:

  • grauer Falter mit 20-25 mm Flügelspannweite

 

Vorkommen und Lebensweise:

  • weltweit verbreitet in Möhlen, Bäckerein, Silos, Lebensmittelbetrieben und Haushalten

 

Schaden:

  • durch Larvenfraß, Spinntätigkeit und Kotverunreinigungen vorwiegend in Getreide, Getreideprodukten, Mehl, Nüsse, Backwaren, Hülsenfrüchte,
  • die permanente Spinntätigkeit der Larven führt vor allem in Mühlen zu Verklumpungen und Verstopfungen der Transportrohre

Biologie:

  • Eiablage einzeln oder in kleinen Ketten
  • Eier sind weiß, oval
  • Larven des 1. Stadiums sind 1-1,5 mm lang, die des letzten 15-20 mm weißlich, grünlich oder rötlich
  • Kopfkapsel und Nackenschild sind braun
  • es finden 6 Häutungen statt.
  • Verpuppung an der Nährsubstratoberfläche – kein Abwandern!
  • Überwinterung in unbeheizten Winterlagern ist möglich, -10°C werden mehrere Tage ertragen
  • Gesamtentwicklungsdauer bei 30°C 40-50 Tage, bei 20°C 60 Tage die adulte Motte lebt bis zu 2 Wochen

Dörrobstmotte (plodia interpunctella)

Aussehen:

  • grau-brauner Falter,
  • Flügelspannweite 14-20 mm,
  • auffällige Färbung der Vorderflügel (äußere Hälfte kupferrot mit brauer Bänderung, innere gelblich bis hellgrau)

 

Vorkommen und Lebensweise:

  • weltweit verbreitet in Lagerhäusern, Silos u.a. Getreidespeichern, Möhlen, Lebensmittelbetrieben und Haushalten
  • ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet

 

Schaden:

  • Larvenfraß, Spinntätigkeit und Kotverunreinigungen
  • vorwiegend in Trockenobst, Nössen, Mösli, Getreide, Getreideprodukten, Schokolade, Sämereien, Drogen

 

Biologie:

  • Eiablage einzeln oder in Gruppen
  • Eier sind weiß, 0,5 x 0,3 mm, oval, klebrig
  • die Larven sind zuerst 1,5mm lang, zuletzt bis 19 mm, weißlich, grünlich oder rötlich
  • Kopfkapsel und Nackenschild sind braun
  • es finden 5-7 Häutungen statt
  • zur Verpuppung wandern die Larven aus em Nährsubstrat ab und verpuppen sich gut versteckt in Ritzen
  • mehrere Monate Diapause und Überwinterung
  • Sie vertragen -10°C wird mehrere Tage.
  • Die Gesamtentwicklungsdauer beträgt bei 30°C 30 Tage, bei 20°C 74 Tage. Die adulte Motte lebt 2-3 Wochen